Dienstagswelt
was a weekly event series presenting a wide range of artists playing strictly electronic music - live and as DJs. Berlin's most recognized elec- tronic music event on a TUESDAY with a nice mixture of local and international audience. We celebrated our partys at RAW.tempel, MIKZ and CASSIOPEIA - located in a former industrial complex in Friedrichshain [S/U Warschauer Str.]. The rough warehouse sites were picking up the rare charme of early rave venues and combining it with the typical Berlin party style & flavor.

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02.07.2013 :: Varianz (Fusion Landing)

Line-up:

Paul Brtschitsch (Paul Brcic) // Varianz Records
Toni Oskari // Varianz Records
Raeyk // Varianz Records



2nd:
Marcel Cluso // Dienstagswelt
 

Für die Ferienzeit machen wir unsere Türen ja nun wieder ab 23 Uhr auf! Wisst ihr schon? Auch, dass zwischen 23 und 00 Uhr der Eintritt ermäßigte 3€beträgt ? Ok. Aber das wir für alle Fusionisten mit intaktem (!) Bändchen den 3€ Eintritt die ganze Nacht, das könnt ihr noch nicht wissen. Höchstens ahnen - von den letzten Jahren... Machen wir also auch dieses Jahr wieder.

Außerdem noch: Bei schönem Wetter und genügend Partyhäschen könnten wir den 2. Floor in den Industriegarten verlegen...

11.09.2012 :: Varianz Labelnacht

Line-up:
Live:
Raeyk :: Varianz

DJs:
Paul Brtschitsch :: Rootknox // Leena Music // Varianz // Broque // Ostgut Ton
Mariano DC :: VARIANZ // ANDES MUSIC // RESOPAL [Buenos Aires]
Toni Oskari :: PlusPlus

Oh je... was soll das bloß mit der Berlin Music Week ?? Vor drei Jahren hat das Ganze mal ganz ambitioniert gestartet - als Versuch, alle Akteure des Berliner Musikzirkus zusammen zu führen, sodass sich unser schönes Provinznest in all seiner Vielfalt der großen, weiten Welt präsentieren konnte. Als erstes scherte die a2n (alltogethernow) aus, das Netzwerk alternativer Musikaktivisten. Das waren quasi die Schmuddelkinder des Business, die nicht mit den rosa Plastikförmchen der Popkomm rsp. Dieter Gorny's Popindustrie spielen wollten, sondern sich um eigene, ungewöhnlichen DIY Tools bemühten. Die damals naserümpfende Popkomm ist mittlerweile auch Geschichte. Bye bye, Baby... Auf das einstige Messe-Flagschiff des Musikstandorts Deutschland (wozu sie sich im rheinischen Köln entwickelt hatte) machten die Berliner letztes Jahr endgültig den Sargdeckel drauf. Dennoch sicherte sich die für ihren Spürsinn bekannte "Kulturprojekte GmbH" (eine Senatseigene GmbH, die zwar mit Steuergeldern ausgestattet wird, die sich aber einer politischen Kontrolle des Senats durch die private Rechtsform entziehen kann) die Rechte am verbrannten Markennamen. Man weiß ja nie, ob man damit nicht irgendwann doch noch mal einen Zombie-Walk inszenieren kann... Und nun stehen auch hinter der Clubnacht im Rahmen der BMW mehrere dicke Fragezeichen. Hinter den Kulissen arbeitet der Chef der zuvor erwähnten Kulturprojekte GmbH, Björn Döring, mit Hochdruck daran, der ClubCommission als Organisationspartner auch die letzten Reste von Wertschätzung und Planbarkeit zu entziehen. Was bleibt ist das Berlin Festival, das laut Inforadio vom Samstag "seelenlose Großspektakel" zwischen Autoscooter, kandierten Äpfeln und Werbe-Overkill... Na, wenn die Berliner eins können, dann Großprojekte versemmeln! In einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung am Samstag schwadroniert sein Namensklon Björn Böhning, seines Zeichens Leiter der Senatskanzlei: "Die Berlin Music Week hat fulminant begonnen... Das Lineup des Berlin Festivals zeigt: Internationale Größen zieht es nach Berlin. Daran muss die Szene jetzt anknüpfen und in ihrer ganzen Bandbreite weltweit überzeugen." Das ist noch größerer Blödsinn als der, den wir uns an dieser Stelle oft ausdenken - allerdings bringt er damit niemanden zum schmunzeln. Ist es nicht genau anders herum? Nämlich, dass die Musikszene internationale Größen nach Berlin zieht - auf das sich das Berlin Festival mit in den Allerwertesten draufsetzt - und mit Hilfe in den selben geblasenen Fördergelder sowie einer entfesselten Sponsoringmaschine einen Hype zu generieren versucht, der jeden seriösen Akteur im Musikbusiness - sowie Liebhaber authentischer Kultur - die Nackenhaare aufstellt? In welchem Paralleluniversum leben diese Leute eigentlich?

Jedenfalls kann es nicht das Universum sein, in dem sich die Dienstagswelt Woche für Woche dreht. Das funktiniert nämlich nach ganz, ganz anderen Gesetzen! Im Gegensatz zum Rummelplatz am Flughafen Tempelhof (an dem es mehr nach Zuckerwatte als nach Ganjah riecht) sind noch Self-made-Musiker, DJs aus Leidenschaft und dem eigenen Lebenstraum verhaftete Labels gefragt - wie z.B. die Protagonisten der heutigen Varianz-Labelnacht. Das Berliner Vorzeige-Label kommt, wie unsere gesamte Wunderwelt, ganz ohne Fördergelder und Sponsorengeblödel aus, einzig ein Kulturbeitrag in Form des Eintritts sorgt dafür, dass wir uns heute wieder einem unbeschwerten, musikalisch anspruchsvollen Spätsommervergügen hingeben können. ...Das zudem so international besetzt ist, wie sich Herr Böhning das wohl gar nicht für eine solch kleine Szeneveranstaltung vorstellen kann: Nicht nur, dass Paul Brtschitsch seit vielen Jahren ein herausragendes und weltweites Aushängeschild für Berliner Elektrokultur ist: Mariano DC etwa kam einst aus dem fernen Buenos Aires nach Berlin, lange bevor Experte Böhning die Szene aufzurütteln versuchte. Außerdem beehren uns heute mit Raeyk der Varianz-Labelchef höchstpersönlich sowie der Gema-frei produzierende Toni Oskari vom Netlabel Plusplus. Wir finden, dass hat viel mehr mit authentischer Berliner Musikkultur zu tun, als das Spektaktel am Flughafen... Oder leben am Ende wir im Paralleluniversum der Bedeutungslosigkeit? Und: wollen wir wirklich nüchtern weiter darüber sinnieren?

04.10.2011 :: Varianz Labelnacht - From Berlin To Buenos Aires

Line-up:
Live:
Raeyk // Varianz

DJs:
Paul Brtschitsch // Rootknox // Leena Music // Varianz // Broque // Ostgut
Carla Tintore // Cocoliche [Buenos Aires]
David Rauer & Mario Schoo // Varianz 


Als wir jüngst durch die Chronik der vorhergesagten, dann aber doch nicht eingetretenen Weltuntergänge blätterten, mussten wir erfahren, dass der nächste Versuch der vom Maya Kalender prognostizierte 22.12. 2012 sei. Das können wir uns gar nicht vorstellen, erstens weil es viel vernünftiger aussähe, wenn es der 20.12.2012 wäre - und zweitens weil das ein Samstag ist - und gar kein Dienstag. Denn für bedeutende Ereignisse gibt es in UNSERER Wahrnehmung ja einzig und allein den beliebten Dienstag als Tag der Weltbewegung.

So wie an diesem Dienstag, wo wir mit dem Varianz Label auf die große Reise von Bärlin nach Argentinien gehen - dem Feuerland der Elektronauten. Ihr werdet sehen... Unsere Herzen entflammen dabei zahlreiche Hochkaräter, die in den Feuern der Leidenschaft und unter druckvollen Bässen zu Diamanten des Dancefloors geworden sind. Aber der Reihe nach...

Hinter Raeyk, unserem heutigen Liveact, verbirgt sich niemand geringerer als der Varianz Labelhead selber. Wir fassen zusammen: Raeyk ist Herzblut, Herzblut und nochmals Herzblut, dann noch eine große Portion Handwerk und einen extra-Schuss Genialität... Mehr wäre tödlich. Paul Britschitsch wiederum sollte wohl jedem Anhänger elektronsicher Musikkultur ein Begriff sein, ein Produzent, dessen Werdegang, Wegbegleiter und Partner seit 1996 auf ein einziges, fast endloses Namedropping hinausläuft: Jeff Mills, Ricardo Villalobos, Heiko Laux, Anthony Rother, Andre Galluzzi, Richie Hawtin, Josh Wink, Sven Väth, Anja Schneider, Gabriel Ananda, John Selway... Die Liste kann wirklich beinahe beliebig fortgesetzt werden. Er hat im alten Omen und Tresor gespielt, 5 Long Player (u.a. Ostgut) und dutzende EPs herausgebracht, sich als Produzent für Labels wie Mobilee einen Namen gemacht - und als solcher auch für Rosenstolz einen Ausflug in die Popgeschichte gewagt. Sein jüngstes Release (auf seinem eigenen Label Rootnox) gibt's dann auch konsequenter Weise im Kollektiv Turmstraße Remix... Alles behalten? Wir auch nicht... Soviel geballte Technogeschichte haben David Rauer und Mario Schoo noch nicht zu bieten - dennoch könnte auch bei ihrer Performance Großes geschehen: Mit viel Liebe am Experiment verschieben der Multitasking-Künstler David Rrauer und Mario Schoo die Hörgewohnheiten der Anwesenden bis an die Grenzen des Technoversums. Nach dem Ende Ihres "Stammtisch Mortale" haben die beiden Pioniere des Unbekannten bei Varianz eine neue Heimat für ihre außergewöhnlichen und hypnotischen Experimente gefunden. Schließlich aber geht die Reise doch noch weit über unseren Berliner Horizont hinaus - nämlich bis in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Als einer der allerersten Pioniere begann Carla Tintore bereits 1991 mit Techno und House Parties. Mit ihren "Underground Park" Events erlangte sie bald Kultstatus und spielt seit dem in den angesagtesten Clubs und Festivals des Landes. Zwischendurch organisiert sie Multimedia-Kunstfestivals, das Kulturprogramm der Fashion Week und residiert regelmäßig im Szeneclub "Cocoliche".

So, all dies passiert wohl noch ganz sicher vor dem nächsten Weltuntergang, genauer gesagt auf dieser Dienstagswelt. Wer's nicht glaubt kommt selbst vorbei und überzeugt sich: Wir versprechen wie immer: für Euch nur das Beste!