Dienstagswelt
was a weekly event series presenting a wide range of artists playing strictly electronic music - live and as DJs. Berlin's most recognized elec- tronic music event on a TUESDAY with a nice mixture of local and international audience. We celebrated our partys at RAW.tempel, MIKZ and CASSIOPEIA - located in a former industrial complex in Friedrichshain [S/U Warschauer Str.]. The rough warehouse sites were picking up the rare charme of early rave venues and combining it with the typical Berlin party style & flavor.

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21.09.2012 (Freitag) :: Vier Jahre Dienstagswelt Geburtstagsfeierei @ Ritter Butzke

Aller guten Dinge sind 42. Wusste ja schon Douglas Adams, der sich seinerzeit Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest gemacht hatte. Und weil dieses Motto überhaupt ganz gut zur Dienstagswelt passt, sind wir auch stolz darauf, die 42. Version eines Timetables gefunden zu haben, der das süße Leben des Dienstagsuniversums - sowie den ganzen Rest einer übermütigen Künstlerschar angemessen berücksichtigt. Dennoch sollte dem aufmerksamen Partygänger und Dientagsweltenbummler eines aufgefallen sein: Wir machen uns bereit zu einem Hypersprung in eine Paralleldienstagswelt! Denn Dienstag ist jetzt Freitag - und das MIKZ das Ritter Butzke! Hui, das klingt nach einem wahnsinnig aufregendem Abenteuer jenseits von Zeit und Raum - und wir könnten uns vorstellen, dass in jener Freitagnacht auch noch diese oder jene weitere Dimension aus der göttlichen Fuge gerät. Denn wir tanzen in unser fünftes Jahr und sind ganz nebenbei auch noch live dabei, wenn KMLN zur Gründung seinen eigenen Labels Kameleon Rec. euch und uns und den Anderen eins, zwei, drei, ganz viele Ständchen darbringen. Apropos live: Kosmische Klänge kommen live zudem von unserer Wonderwoman ADA, der Schlagzeug-bewaffneten Spaßbrigade Sorry Entertainers sowie dem Techno-Gitarristen Robin Sukroso. Eine ganze Raumhafenladung voll guter DJs kommt auch noch, um in dieser denkwürdigen Dienstagwelt in einer Freitagnacht ein paar Runden Schallplatten zu wenden. Also platzt der Timetable doch wieder aus allen Nähten - trotz der drei Floors. Wenn ihr Lust habt - kommt doch auch vorbei! Es wird voll und laut und lustig und feucht und fröhlich und vielleicht sogar denkwürdig!? Wir sind da recht optimistisch...

Live:

Ada :: Areal Rec. | Pampa Rec.
The Sorry Entertainers :: Shitkatapult
Robin Sukroso :: ACPAD Guitar Invention

Kameleon Label Launch | Special live Appearance & Record Release:

KMLN :: Kameleon

DJs:

Soukie & Windish :: NorFolkMusic | URSL
Por.No :. Hangar
Egokind :: Kallias
Tagträumer² :: Black Fox Music
Phantastic Spastic :. Bum Bum Techno | Plötzlich Am Bodden.
Jerando :. Werkstoff Musik
Bastian Kurzweil :: Dienstagswelt | Kallias
Marcel Cluso :. Dienstagswelt
Lars von Licht :. Dienstagswelt | Sleeves
Line-up Main Floor:
 
Mono Schwarz // Kallias
Bastian Kurzweil // Dienstagswelt | Kallias
Egokind // Kallias
Jan Pyroman // Kallias
Patryk Molinari // Kallias

2nd: (after Mitternachtstalk):

Alex Monster // Frequenza Records | K:lender | Female:Pressure (Belgrad) 

 
MITTERNACHTSTALK
Party & Politics: Erwartungen an das Musikboard Berlin


Es diskutieren (mit Euch)

Steffen Hack (Betreiber Watergate)
Lutz Leichsenring: (Sprecher Clubcommission Berlin)
Katrin Schmidberger (Clubpolitische Sprecherin B90/ Die Grünen)
Jan Kühn (Technokultur-Wissenschaftller, Berlin Mitte Institut aka Fresh Meat)

Moderation: Tim Thaler (bln.fm)

Berlin erhält im Herbst ein Musikboard, dass im Jahr 2013 die Koordination zwischen Akteuren und Betroffenen der ausgedehten Musikkultur in dieser Stadt übernehmen soll. Probleme wie Verdrängung durch Kapitalverwertungs-interessen, Lärm, Stadtplanung, Tourismus u.v.m. könnten hier mit den Beteiligten zusammen besprochen werden. Aber auch die Koordination zwischen Stadtmarketing, Großevents, geförderter Kulturbetrieben, freien Musikszenen und kulturellem Underground ist ein Feld mit vielen Ressentiments, Ängsten, Egoismen - aber auch Chancen.

Die Clubcommission - sowie mit ihr zahlreiche Netzwerke haben sich im Rahmen ihrer Kampagne Musik2020 für solche ein Musikboard - nach dem Vorbild des Medienboards - stark gemacht. Andere Akteure befürchten, alles sei nur Fassade, um den ewig gleichen Profiteuren des Kulturbetriebs Posten und Pfründe zu sichern. Wieder andere fürchten durch ein Mainstreaming der Debatte und eine Hierarchisierung der Interessensvertretung den letzen Rest Aufmerksamkeit für die Besonderheiten und Vielfalt der Situationen zu verlieren. Können wir der Gentrifizierung und dem Clubsterben etwas entgegen setzen? Wird es Sonderzonen in der Innenstadt geben, wo wir alle länger laut sein dürfen? Oder werden uns abgehalfterte Dinosaurier der multinationalen Musikindustrie - oder selbstverliebte Berlinwerber die Butter vollends vom Brot nehmen? Werden schlafbedürftige Nachbarn umgesiedelt oder zur Akzeptanz von kulturellen Begeleiterscheinungen gemahnt? Wird ein Umzug der Clubszene nach Lichterfelde-Süd gesponsort? Fragen über Fragen...

Uns erscheint es wichtig, dass die Musikszene VOR der Gründung eines Musikboards intensiv darüber nachdenkt, was WIR wollen, was die Interessen der Clubs, ihrer Besucher, der Veranstalter, Programmgestalter und Betreiber sind. Idealerweise entwickelt sich ein Forderungskatalog an das Musikboard, mit dem dann die Protagonisten in die Debatten und Verhandlungen gehen können. Dabei sollen nicht nur Hinterzimmergespräche von Experten - sondern auch eine breite, öffentliche Diskussion Anregungen, Ideen und eine Vorabstimmug darüber bringen, wofür die abstrakt in den Doppelhaushalt 2012/2013 für ein solches Board eingestellten 1 Mio Euro ausgegeben werden sollen.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und Interesse von Euch! Bringt Euch ein, sagt Eure Meinungen, habt einfach 'ne große Klappe - das könnt ihr doch, oder?

19.04.2011 :: Dienstagswelt miez Megaspree

Line-up:

// live:
Init // {tr/pr} très primitive [France]
Geschwister Schumann - live // Symbiont Music
Funkenstrøm - live // Symbiont Music
 

// DJ:
Anarki // Barfuss
Fresh Meat // Berlin Mitte Institut
Egokind // Kallias
Steffie & Helga (aka Helge Baumberg & s.t.fano) // famose Zuckertütenträume
Franzi.Fritz // Sonnenseiten

// visuell:
Karges Land // No time for latent visuals
Felix The Cat // Berlin 


Zum zweiten Mal öffnet die Dienstagswelt seine Tore für das Aktionsbündnis Megaspree - und das bedankt sich mit einem exzellenten Lineup mit vielen liebgewonnenen Freunden aus der Berliner Partyszene. Überdies werden sie - werden wir - dieses Mal auch mit einen Liveact aus Frankreich - Init. - supportet! Checkt mal den schönen Blog {tr/pr} très primitive und die vielen kostenfreien Downloads dort, es lohnt sich! Zu den symbiontischen Feierbiestern Funkenström und Geschwister Schuhmann gesellt sich eine illustre Schar an heimischen DJs, darunter Anarki (wir freuen uns schon auf das Sommerfest im Kiekebusch!!), Fresh Meat, Egokind und Franzi.Fritz. Und natürlich Steffie & Helga, die in rosafarbenen Perücken auftreten wollen. Naja, wer's glaubt...

Wie üblich kommt zu diesem Anlass die Party auf 2 Floors in Gange. Während der erste Floor pünktlich um 23 Uhr sein Treiben beginnt, haben wir vor dem Musikprogramm im Oberstübchen noch ein besonderes Programm - dem Anlass angemessen:

SPECIAL :: MITTERNACHTSTALK

Parade, Demo, Partystreik: „Wie viel Politik verträgt die Spaßkultur?“ fragen sich der Protestforscher Simon Teune (FU Berlin), Canan Bayram, Veranstalterin der "Kein Kiez für Nazis" Demo-Parade, Elli vom AktionsBündnis Atomkraft Wegassen, Bürgerrechtler Lotar Küpper (Freiheit statt Angst & Megaspree) und Jan Kühn vom Berlin Mitte Institut. Moderiert von Carola Ludwig (Radio F’Hain) am 19.4. im MIKZ, Revaler Str. 99. Und natürlich: Party !

Dass die elektronische Musikszene Berlins eine außergewöhnlich umtriebige ist, ist allgemein bekannt – dass sie sich gerne (und meistens laut) in politische Prozesse einmischt, erlebt man regelmäßig auf Großdemonstrationen, die von Musikwagen begleitet werden. Davon unabhängig tritt die Szene häufig selbst als Akteur und Initiator auf, wenn sie ihre eigenen Anliegen auf „Demoparaden“ artikuliert. Dabei mobilisiert sie mit ihrem Publikum, ihren Fans und Freunden in der Regel große Massen – Doch wie weit geht die Bereitschaft dieser Demoteilnehmer sich mit den Inhalten im Detail auseinanderzusetzen? Stehen diese Menschenmengen wirklich für die Forderungen der Organisatoren ein, oder nehmen sie „nur“ ihre Politisierung im Tausch für eine kostenlose Party unter freiem Himmel in Kauf? Hat die traditionelle 'Soli-Party' einen wirklichen Benefiz-Charakter oder ist es den Besuchern im Grunde egal, ob sie ihr Eintrittsgeld an einen privaten Veranstalter zahlen oder für einen „guten Zweck“ spenden?
Daneben erlebt die politische Aktionskunst zur Zeit eine wahre Renaissance: Kaum eine Kundgebung verläuft heute ohne eine Truppe Performer, die häufig ironische Beiträge liefern. Wenn man die enormen Sympathien betrachtet, die Gruppierungen wie z.B. der 'Hedonistischen Internationalen' entgegengebracht werden, erscheint dies auch als äußerst wirksames Mittel der Protestkultur. Sind solche Performances aber nun als autonomer künstlerischer Kommentar zu verstehen oder handelt es sich um eine smarte „Werbemethode“ einer beteiligten Konfliktpartei? 

Der als 'Mitternachtstalk' angekündigte Versuch, die klassische Podiumsdiskussion in der Umgebung eines Clubs anzusiedeln,  wird moderiert von Carola Ludwig (Radio F'Hain). Es diskutieren der Soziologe Dieter Rucht (FU Berlin), Canan Bayram (Veranstalterin der "Kein Kiez für Nazis" Demo-Parade), Elli (vom AktionsBündnis Atomkraft Wegbassen), Lotar Küpper (Freiheit statt Angst & Megaspree) sowie Jan Kühn (vom Berlin Mitte Institut). Im Anschluß an die Diskussionsrunde öffnet der zweite Musikfloor!